Mit einer Überraschung begann die Verleihung des IGA OPTIC Marketingpreises 2026. Kai Behr und Katja Gastreich besuchten Prof. Dr. Philipp Hessler vorab in Erlenbach und überreichten ihm die Auszeichnung direkt vor Ort.
Ausgezeichnet wurde die Jubiläumskampagne „Hessler Geschichten“, mit der das Familienunternehmen sein 180-jähriges Bestehen gefeiert hat. Für unsere neuen Marketing Stories haben wir anschließend mit Philipp Hessler sowie Kai Behr und Katja Gastreich über die Entstehung der Kampagne gesprochen.
INTERVIEW zum Marketingpreis
Philipp, als wir Dir heute den Marketingpreis überreicht haben, warst Du wirklich überrascht, oder?
Philipp Hessler: „Komplett. Ich dachte, wir drehen nur einen Film über die Aktion für den Unternehmertag. Und plötzlich überreicht Ihr mir den Marketingpreis. Das habt Ihr geschickt eingefädelt.“
Warum fiel die Wahl auf Hessler?
Kai Behr: „Weil die Kampagne weit mehr war als eine klassische Jubiläumsaktion. Philipp wollte die Geschichte seines Familienunternehmens mit den Geschichten seiner Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden verbinden. Genau daraus entstanden die ,Hessler Geschichten‘. Das hatte schon im ersten Schritt eine große Emotionalität und trägt für eine langfristige Kampagne.“
Wie begann die Zusammenarbeit an der Kampagne?
Katja Gastreich: „Philipp wollte der langen Historie des Hauses gerecht werden und die Kunden in ihre ,Hessler Geschichten‘ erzählen lassen. Wir waren uns aber schnell einig, dass im ersten Schritt das Team seine Geschichten erzählen sollte.“
Philipp, was war Euch dabei besonders wichtig?
Philipp Hessler: „Dass das Jubiläum nicht nur zurückschaut. Wir wollten zeigen, was Hessler heute ausmacht. Deshalb kamen zuerst unsere Mitarbeitenden zu Wort: Warum sie gern hier arbeiten, was das Haus für sie bedeutet. Diese Aussagen waren unglaublich stark. Danach haben wir unsere Kundinnen und Kunden eingeladen, ihre eigenen Hessler Geschichten zu erzählen.“
Und das mit einem ziemlich großen Aufruf.
Philipp Hessler: „Ja, wir haben dreimal 600 Euro ausgelobt. Das hat natürlich Aufmerksamkeit erzeugt. Viel wichtiger war aber: Die Menschen haben gespürt, dass es uns um echte Geschichten geht.“
Was können andere Mitglieder daraus mitnehmen?
Kai Behr: „Jubiläen dürfen größer gedacht werden. Gerade Familienunternehmen haben oft einen riesigen Schatz an Geschichte, Vertrauen und Emotionen. Wenn man Mitarbeitende und Kundschaft einbindet, entsteht daraus Markenbindung, Imagewerbung und ganz nebenbei auch Recruiting.“
Was hat die Kampagne konzeptionell und gestalterisch besonders gemacht?
Katja Gastreich: „Die Kombination aus starken Bildern, ehrlichen Aussagen und einem sehr hochwertigen Layout. Sari Skoda hat die Gestaltung entwickelt und dabei alle bisherigen Logos elegant zusammengeführt. Philipp selbst hat uns ziemlich freie Hand gelassen. Diese Offenheit für Neues und das Vertrauen in unsere Arbeit seines und unseres Teams waren entscheidend. Das erlebt man nicht jeden Tag, gerade weil Philipp mit seiner Professur in Jena gleich zwei anspruchsvolle Aufgaben gleichzeitig verantwortet.“
Philipp, Dein Fazit?
Philipp Hessler: „Man sollte sich Zeit für Jubiläen nehmen. Ich habe die IGA da ehrlicherweise etwas überfallen. Aber genau dafür ist es so gut, dass wir uns schon lange kennen: Wir konnten meine Idee gemeinsam weiterdenken, und es ist etwas entstanden, das weiterträgt. Und in Sachen ,Überfall‘ sind wir seit heute quitt.“


